Lexikon / Glossar

Standardtänze

Standardtänze werden bereits aus der Entstehung alle Gesellschaftstänze genannt. Dies gilt als Sammelbegriff für die fünf Tänze: Langsamer Walzer, Tango, Slowfox, Wiener Walzer  und Quickstep. Abgesehen vom Tango werden die übrigen Tänze auch als Schwungtänze bezeichnet. Der Tango Tanz eher als Schreitanz.

Lateinamerikanische Tänze

Lateinamerikanische Tänze werden die nachfolgende Tänze genannt: Rumba, Cha Cha Cha, Jive, Paso Doble und Samba. Diese Tänze zusammen mit den fünf Standardtänze werden bei Tanzsport Turnieren getanzt. Hier spricht man auch von einem Welttanzprogramm, bestehend aus einer Sammlung von Regeln und Tanzschritten. Das Welttanzprogramm umfasst insgesamt 16 Tänze. Dazu gehören folgende Standardtänze: Blues, Foxtrott, Lansamer Walzer, Tango und Wiener Walzer. Und zum Latein gehören: Cha Cha Cha, Jive/Boogie, Paso Doble, Rumba sowie der Samba. Zu den nicht klassifizierten Tänze gehören zum einen der Discofox, Mambo/Salsa, der Marschfox, Merengue und zuletzt der Rock 'n' Roll.


ADTV

ADTV

Allgemeiner deutscher Tanzlehrerverband. Der ADTV ist der Dachverband aller Tanzschulen in Deutschland. Um die 800 Tanzschulen und ca. 2200 Tanzlehrer gehören diesem an. Der Dachverband gliedert sich in 7 Regionalverbände, welche teilweise mehrere Bundesländer umfassen.

Dance4Fans

Video Clip Dancing / Dance4Fans

Bereits 1997 ging der ADTV mit dem Video Clip Dancing  >Dance4Fans<  an den Start.  Dance 4 Fans ist eine Mischung zwischen Hip Hop, Jazz-Break und Streetdance Elementen.

English Waltz

English Waltz

Die Choreografie des English Waltz entstand im Jahre 1920 in England. Der Wiener Walzer ist der direkte Vorläufer des Langsamen Walzers.

Foxtrott

Der Foxtrott

Im Jahre 1910 wurde der Foxtrott aus den USA stammenden Gesellschaftstanz bekannt. Der Foxtrott wird auf Musik im 4/4 Takt getanzt, wobei ein kompletter Grundschritt 6 Schläge und damit 1,5 Takte umfasst. Der Foxtrott die die rhythmische Grundlage moderner Tänze wie z.B.  der Discofox.

Flamenco

Flamenco

Der Begriff Flamenco rührt von dem seinen Interpreten eigenen Manierismus und dessen Ähnlichkeit mit den Bewegungen des Flamingos her. Unter Flamenco versteht man eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien. Der Flamenco gilt als traditionelle spanische Musik.  Diese besteht aus Gesang und insbesonders dem Spiel der Gitarre. 

Samba

Die Samba ist ein afrobrasilianischer Tanz und wird den "Latein- und nordamerikanischen Tänzen" zugeordnet. Enstanden ist die Samba in Brasilien im 19. Jahrhundert, seit 1924 in Europa verbreitet, seit 1959 ein Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm. Sie gehört zu den Lateinamerikanischen Tänzen und ist besonders durch die vielen Hüftbewegungen sehr anfeuernd.

Die Geschichte:

"Samba" ist ein Sammelbegriff für an die hundert brasilianischen Tanzarten, die von den in Brasilien eingewanderten Afrikanern, beonders den Bantuvölkern, mitgebracht wurden. Auch die Samba hat ihren Ursprung in den kultischen Tänzen Alt Afrikas. Aus den Reigentänzen der Sklaven - zunächst als Batuque und Lundu zusammen gefasst - entstanden unter neuen Umweltbedingungen und unter dem europäischen Einfluss der Kolonialisation vieler eigenständigen Folkloreformen. Besonders nach der Aufhebung der Sklaverei im Jahr 1977 läßt sich eine fast unübersehbare Vielfalt belegen, die auf Rio de Janeiro, Bahia und Sao Paulo konzentriert ist. Im folgenden wuchs die Popularität des brasilianischen Tanzes sowohl unter der armen Bevölkerung wie auch in der mittelständischen Schicht, beonders in der Karnevalszeit. Im Jahre 1914 kam der Vorläufer der Samba, die Maxixe, nach Europa, was einiges Aufsehen bereitete. 1924 gelangte die Samba erstmals nach Europa. Mit der zunehmenden Industrialisierung Brasiliens um 1930 zeigte sich auch eine stärkere Kommerzialisierung der reichhaltigen Musikfolklore. Als Gesellschaftstanz setzte sich die Samba aber erst 1949 duch. Was aber in Europa als Modetanz "SAMBA" getanzt wurde war eien sehr vereinfachte Form der elegantenGrazie der Original Samba, denn für den mitteleuropäischen Sambatänzer sind die den Südamerikanern angeborenen Bewegungen kaum zu erlernen. Eine der bekanntesten Sambas komponierte Ary Barrosa 1942: "Brasil".

 

 

Salsa

Der Salsa kommt ursprünglich aus den USA (NEW York) und Lateinamerika. Er wird überwiegend als Paartanz getanzt. Wie die Salsa Musik gibt es auch einen passenden Tanz dazu, eine Verbindung afrokaribischer und europäischer Tanzstile. Als die Salsa in den 1970er-Jahren in New York zunehmend populärer wurde, bildete sich passend zur neuen modernen Musik auch ein eigener Tanzstil.

Der Salsa Tanz weist je nach Tanzrichtung bzw. Stilrichtung im Gegensatz zu vielen anderen Tänzen keinen gleichen Grundschritt auf, jedoch wird der Vorwärts und Rückwärts Grundschritt auf eins als der verbreitetste Tanz Grundschritt gelten.

Salsa wird im 4/4 Takt getanzt. Der Grundschritt erstreckt sich jedoch über zwei Takte, weswegen Tänzerinnen und Tänzer meist nicht auf vier, sondern auf acht, zählen.

 

Rock 'n' Roll

Der Begriff Rock 'n' Roll kommt aus den vereinigten Staaten und ist ein paarweise getanzter akrobatischer Schau bzw. Turniertanz. Der im Jahre 1920 entstandene Swing entwickelte sich sehr für der Lindy Hop, welcher erstmals akrobatische Elemente in einem Paartanz einfließen ließ. Um 1940 kam es dann zu der Abwandlung Boogie-Woogie, welcher auf deutlich schnelleren Musik basierte. Erst mit Aufkommen der Rock 'n' Roll Musik im Jahre 1955 wurde aus dem Boogie-Woogie der Rock 'n' Roll erschaffen.

Die Geschichte:

Der Rock 'n' Roll Tanz entfaltete sich aus der Blues-Musik und, während der Swing-Ära der Vorkriegszeit, aus dem Lindy Hop. Von 1938 bis 1945 nahm er Elemente von Boogie Woogie, Jitterbug, Shuffle und dem Bebop auf.
Der Rock' n' Roll setzte sich - als Bestandteil der Rhythm & Blues-Musik - ab 1954 mit einer nie gekannten Vehemenz über Rassenschranken hinweg und eroberte in kurzer Zeit die amerikanischen und europäischen Medien. Die wichtigsten Vertreter waren unter anderen: Bill Haley, Elvis Presley, Buddy Holly, Roy Orbison, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis, Little Richard, Fats Domino, Lloyd Price, The Drifters, Chuck Berry, Bo Diddley.
Während der Rock'n'RollZeit engagierten die Schallplattenfirmen Künstler, die nicht nur singen, sondern sich auch auf der Bühne bewegen konnten. In manchen Ländern war der Tanz verboten, außerdem meinten manche Ärzte, man könnte sich bei den "Negertänzen" die Hüften verletzen.
Der bekannteste Rock'n'RollSänger und -Tänzer war wohl Elvis Presley. Durch seine Hüftbewegungen nannte man ihn "Elvis the Pelvis" (Elvis, das Becken). In manchen Fernsehsendungen durfte Elvis nur von der Taille aufwärts gezeigt werden, da seine "obszönen" Bewegungen den guten Geschmack einiger Leute verletzten. Ausgesprochene Hüftbewegungen sind heute nicht mehr gebräuchlich. Die Hochblüte des Rock'n'Roll war zwischen 1954 und 1959, die zweite Blüte erlebte er 1974, was vor allem durch die akrobatischen Figuren bedingt ist, und seit 1980 erfreut er sich wieder ungebrochener Beliebtheit. Im gleichen Jahr wurde auch das Rock'n'Roll-Tanzleistungsabzeichen ins Leben gerufen.
Zur Beliebtheit des Rock'n'Roll trägt sicher auch sein Schauwert bei, da Tanzvorführungen mit spektakulären Akrobatikfiguren immer wieder in der Öffentlichkeit gern gesehen werden. In dieser Form getanzt ist er ein Hochleistungssport. Im Laufe der Zeit kam es zu verschiedenen Kombinationen mit anderen Tänzen, z.B. CalypsoRock.

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